DIE NORDSTADT

Der Dortmunder Norden ist ein typisches Innenstadtrandgebiet nördlich des Bahnhofes. Der Stadtteil wurde als innerstädtisches Arbeiterviertel errichtet. Daraus entwickelte sich eine Wohn- und Gewerbevorstadt. Am Rande der Nordstatt befinden sich große Industrieflächen, wie das Gebiet des Dortmunder Hafens oder das Gelände der Krupp-Thyssen-Stahl AG. Die Dortmunder Nordstadt zählt zu den kleineren Dortmunder Stadtbezirken, sie umfasst eine Fläche von 1444 ha. Mit 53.860 Einwohnern liegt ihr Bevölkerungsanteil allerdings an der Spitze Dortmunds. Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund ist mit über 40% der höchste Wert und die Bevölkerung ist jünger als in anderen Stadtbezirken.

DAS SOZIAL PÄDAGOGISCHE NORDSTADT PROGRAMM

Nach einer “Bestandsaufnahme“ der Probleme und möglichen Handlungsfelder – unter Beteiligung der Verwaltung und auch der Vertreter von „vor Ort“ tätigen Wohlfahrtsverbänden und Initiativen – wurden die Handlungsfelder konkretisiert und erste Maßnahmen vorgeschlagen. Durch die Grundsatzentscheidung des Rates der Stadt Dortmund, 1991 die benötigten finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, und durch die Entscheidung des damaligen Jugendhilfeausschusses zur Förderung von Projekten und Modellen wurden die Grundlagen für die Umsetzung des Sozialpädagogischen Konzeptes für die Nordstadt geschaffen.

Das Maßnahmenprogramm umfasst zahlreiche Projekte. Im Vordergrund stehen die Bereiche Streetwork/Mobile Jugendarbeit, Beratung, Freizeit und Kultur, Schule und Ausbildung sowie Jungen- und Mädchenarbeit.Am „Sozialpädagogischen Nordstadtprogramm“ sind verschiedene freie Träger der Jugendhilfe beteiligt die in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Dortmund die Projekte planen und umsetzen:

  • Arbeiterwohlfahrt – Streetwork
  • Stadtteilschule e. V.
  • Die Brücke e. V.
  • Soziales Zentrum e.V., Beratungsstelle westhoffstraße, ZOFF - Jugendberatung
  • Planerladen e. V.

Die dem Programm zugrunde liegenden Prinzipien wie:

  • Orientierung an der Betroffenheit junger MenschenArbeit vor allem im präventiven Bereich
  • Konzentration – bezogen auf die Selbsthilfekräfte und Möglichkeiten junger Menschen
  • Enge Kooperation zwischen den Trägern des „Sozialpädagogischen Nordstadtprogramms“ und weiteren Anbietern im Stadtbezirk
  • Kleinräumigen Lebensbezug beachten
  • Aktivierung statt Betreuung

stellen den jungen Menschen mit seinen Lebensrealitäten in den Mittelpunkt, fördern und aktivieren die in ihnen schlummernden Potentiale und berücksichtigen den wichtigen Bereich der präventiven Arbeit und das Erfordernis der engen Kooperation aller Beteiligten.

Ziel war und ist es, jungen Menschen im Stadtbezirk Innenstadt-Nord Hilfestellungen bei Problemlagen zu geben und auch Freizeitangebote alternativ zu kommerziellen Angeboten zu unterbreiten. Durch die enge Zusammenarbeit der benannten unterschiedlichen Träger der Jugendhilfe in den vergangenen Jahren konnte einiges „auf den Weg“ gebracht werden um die jungen Menschen in der Nordstadt bei der Entwicklung und Verwirklichung Ihrer Zielvorstellungen für Ihren Lebensweg wirkungsvoll zu unterstützen.

Harald Landskröner
Jugendamt Dortmund

 


SPNP © 2014 | Impressum